Patient Pferd – gut behandelt von einem Pferdeheilpraktiker

Pferdeheilpraktiker

Die Therapie des Pferdes erfolgt durch den Pferdeheilpraktiker ohne chemische Medizin und ohne chirurgischen Eingriff, sprich einer Operation. Es obliegt diesem aber festzustellen, ob das Pferd von einem Tierarzt behandelt oder weiter behandelt werden muss. Der Pferdeheilpraktiker wird einen ganzheitlichen Ansatz bei der Behandlung verfolgen. Dabei werden vor allem Ursachen für eine Erkrankung gesucht und nicht nur Symptome behandelt. Wie sieht die Tätigkeit des Pferdeheilpraktikers in der Praxis aus und welche Ausbildung hat er bekommen? Diese zwei Fragen sollen kurz geklärt werden.

Die Tätigkeit des Pferdeheilpraktikers

Der Patientenkreis des Pferdeheilpraktikers in der täglichen Praxis setzt sich aus Sportpferden, Arbeitspferden oder Pferden zusammen, die privat gehalten werden. Gesundheitliche Probleme, die bei Pferden häufig auftreten, sind jene des Bewegungsapparats. Der Heilpraktiker wendet gerade in diesem Bereich manuelle Techniken ein, um Abhilfe zu schaffen. Die manuelle Pferdetherapie lässt sich mit humanmedizinischen Behandlungen vergleichen, die ein Osteopath, Physiotherapeut oder Chiropraktiker ausführt. Daher kann ein Pferdetherapeut Chiropraktiker, Pferdeosteopath oder Pferdephysiotherapeut sein. Auch wenn die Ausübung der Tätigkeit eines Pferdetherapeuten keine amtsärztliche Prüfung verlangt, setzen Tierheilpraktikerverbände eigene Standards und Richtlinien zur Qualitätssicherung der Arbeit. Des Weiteren greifen Tierseuchengesetz, Tierschutzgesetz und Arzneimittelgesetz.

Was ist Inhalt der Ausbildung eines Pferdetherapeuten?

Die Ausbildung zum Pferdeheilpraktiker erfolgt bei Privatinstituten. Dort können sowohl Quereinsteiger als auch bereits etablierte Tierheilpraktiker die Ausbildung absolvieren. Eine Ausbildung per Fernlehrgang ist auch möglich. Hierbei werden allerdings gewisse Voraussetzungen verlangt, wie zum Beispiel Realschulabschluss oder Erfahrung mit Pferden oder allgemein mit Tieren. Theorie und Praxis sind Bestandteil der Ausbildung wobei die Lehrinhalte in unterschiedlichen Kursen vermittelt werden und auch unterschiedlich Zeit beanspruchen – aufgrund verschiedener Voraussetzungen und Vorbildung, bspw. im Vergleich Quereinsteiger und etablierter Tierheilpraktiker.

Eine obligatorische Thematik ist Veterinärmedizin. Dabei werden Kenntnisse in den Bereichen Anatomie, Pathologie und schulmedizinische Behandlungsmethoden vermittelt. Des Weiteren für jeden Pferdeheilpraktiker wichtig, die Anamnese und Diagnose. Auch Injektionstechniken und die allgemeine körperliche Tieruntersuchung sind Teil der Ausbildung. Diese Aufzählung ist nicht vollständig, der Bereich Veterinärmedizin ist umfassender.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist die Naturheilkunde. Dazu gehören zum Beispiel Naturheilverfahren, Homöopathie, Bach-Blütentherapie und Pflanzenheilkunde. Der Bereich Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Notfällen ist ebenfalls Teil der Ausbildung. Während der Ausbildung zum Pferdeheilpraktiker bekommt der Lernende Theorie und Praxis bezüglich einer artgerechten Tierhaltung vermittelt um Tierhaltungsberatung leisten zu können. Ein theoretischer Part der Ausbildung zum Pferdetherapeut ist die entsprechende Gesetzeskunde in Bezug auf Arzneimittelgesetze, Hygienevorschriften, Tierseuchen, Tierkörperbeseitung und einiges mehr. Damit der zukünftige Pferdeheilpraktiker seine eigene Praxis führen kann, wird ihm dazu das Grundwissen zur Praxisführung vermittelt. Dazu gehören Berufsordnung, Gewerbeanmeldung und Versicherung, um nur einige zu nennen.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)